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IN ewige weihnacht 1
Junge Stimmen von der Evangelischen Schule beeindrucken das Auditorium.

Weihnachtsbäume am Wegesrand, doch: “Weihnachten ist nicht vorbei!”

14.01.2026 | Volkmar Heuer-Strathmann

Auch zum nachweihnachtlichen Kinder-Chor-Konzert im Kulturhaus Stadtgarten fanden sich viele Gäste ein. Und das bei widrigen Wetterbedingungen. Der Höhepunkt war das Weihnachtsmusical aus der Feder von Matthias Noack mit einer großen Zahl an Akteuren.

Minikantorei, Kinderkantorei und Juniorkantorei waren zu erleben. Die vielen Kinder agieren als Weihnachtsbotschafter der Evangelischen Schule und der Ruppiner Gesamtkirchengemeinde. Angesichts der Schwierigkeit, die Weihnachtszeit ganz genau einzugrenzen, am besten auf Tag und Stunde, ging man lieber ganz locker zurück in die Adventszeit, erinnerte an die Botschaft zum Nikolaustag, blickte auf Wünsche und Wunschzettel und ließ die Zuschauer schließlich teilhaben am Geschehen im Stall. Dass Weihnachten mit der Geburt Jesu nicht vorbei ist, wissen die Beteiligten. Was sich im Stern über Betlehem verdichtet als unfassbares Licht, diese besungene “Botschaft aus alten Zeiten”, kennt sowieso keinen Kalender unseren Typs.

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Das Ensemble des Weihnachtsmusicals, hier mal ohne Maria und Joseph.

Was gute Taten ausmachen, was den Nikolaustag hervorhebt aus dem Einerlei des Alltags, das wurde in Erinnerung gerufen. Heiter ging es zu, als eine “Murmel” zum idealen Geschenk am Weihnachtstag wurde. In ihrem Glanz spiegeln sich alle Träume. Was braucht der Mensch mehr? Auch kleine Frösche, Katzen und Ferkel durften teilhaben an der Fröhlichkeit, natürlich auf ihre Weise. Endlich darf mal gequakt werden in einem Konzert!
Der fliegende Wechsel zwischen den Formationen klappte gut, die drei Moderatorinnen behielten stets die Übersicht. Und Meister Noack war ja auch noch da. Bei der Kostümierung hatte seine Frau ihre Hand im Spiel. Bei der Begleitung fand der Pianist Unterstützung an der Querflöte. Eltern und ältere Verwandte fieberten besonders mit, wenn der eigene Nachwuchs dran war, das war zu spüren und zu sehen. Mit Beifall wurde nicht gespart.

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Ein Quartier muss her, das erwartete Jesus-Kind wartet nicht mehr.

Mitsingen konnte man auch, etwa als “Hört der Engel helle Lieder” oder “Stern über Betlehem” angestimmt wurde. Zum Ausklang dann “O du fröhliche” und damit erneut die Frage, wann die “gnadenbringende Weihnachtszeit” ihr Ende hat. Für die Tannenbäume ist die Frage beantwortet. Am Straßenrand sah man’s schon tags zuvor. Die Ökobilanz dürfte fatal ausfallen in der Rubrik Tannengrün und Grüntanne. Nur der Baumschmuck geht in die Wiederverwendung. Nicht anders die Lieder. Was rund um die Geburt Jesu verlautete in diesem Stall, ist von anderer Art. Ist zeitlos. Ist grenzenlos. Ist bedingunglos und angstfrei. Menschen wachsen derart gerüstet über sich hinaus. Die Kinder selbst waren das beste Beispiel.

Fotos: vhs