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Günter Rieger mal mit Buch; Susanne Krell links neben Ulrike Liedtke.

Neujahrsempfang von Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke im SusanneKrellStudio

16.01.2026 | Volkmar Heuer-Strathmann

In diesem Jahr hatte Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke zum Neujahrsempfang ins Atelier von Susanne Krell im Kulturhaus eingeladen – bürgernah und kunstverbunden. Kulinarische und musikalische Köstlichkeiten gehörten genauso dazu wie heitere und ernste Worte der Politikerin. Für eine Überraschung sorgte Günter Rieger.

Prof. Dr. Ulrike Liedtke ist auch Vorsitzende der Ferdinand-Möhring-Gesellschaft. Günter Rieger übergab ein Geschenk, das helle Freude weckte: “Ferninand Möhring. Ein Lebensbild” von Emil Möbis. Die Originalausgabe des Autors aus dem Jahr 1893 wird sicherlich gut verwahrt werden. Liedtke erwähnte in dem Zusammenhang, dass man immer noch nach dem siebten Tagebuch des Komponisten suche. “Wenn Sie zu Hause mal auf dem Dachboden gucken mögen…”

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Mit Leidenschaft am Instrument des Jahres 2026: Anna-Katharina Schau.

In der musikalischen Darbietung von Anna-Katharina Schau am Akkordeon fand Ulrike Liedtke viel wieder von der Gegenwartsstimmung. Tatsächlich hatte die Künstlerin spürbar gemacht, dass das Instrument des Jahres 2026 mehr hergibt als Kneipenlieder und Seemannswucht. Die Tasten täuschen. Der Atem macht die Musik, die Luft, der Sog – seelennah und vielgestaltig. Schau ließ an Leidvollem teilhaben und an Lustvollem, an schweren Zügen und heiteren Höhenflügen. Dafür gab es viel Applaus.

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Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke konnte zahlreiche Gäste begrüßen.

Die Landtagspräsidentin rief Ereignisse der letzten Tage in Erinnerung – etwa den Anschlag auf den Beauftragten zur Bekämpfung von Antisemitismus, das quälende Ende der SPD-BSW-Koalition in Potsdam und den Anschlag auf sensible Infrastruktur in Berlin. Belastendem steht für sie die Hoffnung gegenüber, die sie mit einem parlamentarischen Jugendprojekt 2026 verbindet. Als Thema hätten die jungen Leute aus Brandenburg “Gehen oder Bleiben” gewählt. Susanne Krell erweiterte die Alternative um das “Kommen”. Sie erzählte, wie sie sich vor ein paar Jahren für Neuruppin begeisterte und welche Kraft hier aus dem “Gestalten” erwachsen konnte. Krell stellte ihr attigit.projekt vor, für das sie nach Rom/Kairo/Jerusalem und zurück nach Rom reiste und ein Versuch ist, über ihre Spurenpapiere die 3 abrahamitischen Religionen miteinander in Berührung zu bringen.

“Die Kultur darf nicht verstummen”, appellierte die Politikerin in bunter Runde. Applaus. Verschiedene Organisationen waren vertreten im Kulturhaus, etwa die Schinkel-Gesellschaft, aber auch die Kreisfeuerwehr. Mario Zetsche vertrat die Fontanestadt. Die Fantanepreisträgerin Cornelia Felsch war dabei und natürlich Galerist Johannes Bunk, um nur ein paar Beipiele zu nennen.

Wie mag die Entwicklung weitergehen – am Ort, in der Region, in Brandenburg, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Welt bis Januar 2027? “Die Regierung macht erstmal weiter”, konstatierte Liedtke. Eine neue, eine andere Koalition sei zu erwarten. Unabhängig von Trennungen und Annäherungen, von Redekunst, Verhaltenskodex und Abstimmungsverhalten ist für die Parlamentspräsidentin klar: “Wenn die Kinder und Jugendlichen zur Schule müssen, kann eine Parlamentssitzung nicht wetterbedingt ausfallen.” Heitere Zustimmung…

Fotos: vhs