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Rhythmusstube INDACID
Foto: Rhythmusstube

Underground-Techno trifft Wohnzimmer-Atmosphäre: Die Rhythmusstube feiert ihre neunte Edition

14.01.2026 | ms

Am 17. Januar 2026 wird das JugendWohnProjekt MittenDrin (JWP MittenDrin) in Neuruppin erneut ein Ort für elektronische Musik, kulturellen Austausch und gemeinschaftliches Erleben.

Im Gespräch mit Veranstalter Indacid über die Hintergründe der Veranstaltungsreihe und das musikalische und visuelle Programm des Abends.

Rhythmusstube – woher kommt der Name?

Der Name entstand beim ersten Besuch im JWP Mittendrin. Ich wollte bewusst einen Namen, der zu unserer Region passt. Als ich den Ort sah – roh und ehrlich, einfach authentisch – war das Bild sofort da. Das ist wie eine kleine Stube. Nicht kommerziell, nicht Mainstream, sondern ein Raum mit Wohnzimmer-Feeling, in dem sich Rhythmen entfalten können. Underground im besten Sinne.

Warum gerade das JWP Mittendrin als Location?

Ganz am Anfang war das JWP vor allem eine Möglichkeit, unkompliziert und kostenlos Partys machen zu können. Und es hat sich als Glücksgriff erwiesen. Die Leute dort sind mega entspannt, das ganze Umfeld ist cool. Auch das Team an der Bar ist super – sie sorgen dafür, dass sich alle wohlfühlen. Die Atmosphäre ist nicht steril sondern echt. Das erinnert an alte Berliner Zeiten, als in Friedrichshain und Kreuzberg noch diese rohe, ehrliche Underground-Atmosphäre herrschte.
Das JWP MittenDrin bietet zudem weit mehr als nur eine Veranstaltungsfläche. Als selbstverwalteter Jugend- und Kulturort schafft es seit Jahren Räume, in denen junge Menschen, Kulturschaffende und Musikliebhaber jenseits kommerzieller Zwänge zusammenkommen können. Die Rhythmusstube ist ein Beispiel dafür, wie diese Freiräume kreativ genutzt und mit Leben gefüllt werden.

Wie hat sich die Rhythmusstube in den letzten Jahren entwickelt?

Bei der ersten Party waren vielleicht zehn Leute da – maximal. Und das waren nur Freunde. Aber es ist stetig gewachsen und wird immer mehr. Was ich dabei besonders schätze: Die DJs haben das Ganze aus reiner Leidenschaft supportet. Ohne Bezahlung, einfach weil sie Bock darauf hatten. Ich plane zwar überwiegend alleine, mache die Plakate und organisiere das Ganze, aber ohne die Unterstützung dieser Leute wäre das nicht möglich gewesen. Dafür bin ich wirklich dankbar.

Was erwartet die Gäste musikalisch?

Acht Stunden Underground-Techno von 22 bis 6 Uhr. Ken Turbo macht den Opener ab 22 Uhr, dann geht’s weiter durch verschiedene Facetten. Ich selbst lege auch auf – mit Vinyl, genau wie einige andere DJs an dem Abend. Inland ist dabei, das ist übrigens Ed Davenport von Counterchange. MonoFET bringt noch mit seinem Oldschool Techno nochmal eine andere Energie mit. Das Closing machen Lippe und Brausepaul, die fahren richtig hart auf mit Hardgroove bis Schranz. Musikalisch wird’s also divers – von treibendem Techno über härtere Sounds bis zum knallharten Ende.

Was ist neu beim Lichtkonzept?

Benjamin vom Atelier Benjamin Schulte macht zum ersten Mal eine achtstündige Lichtshow für die komplette Nacht. Zusammen mit Nebel und durchdachter Beleuchtung wird das die Atmosphäre visuell auf ein komplett neues Level heben. Das gab’s bei der Rhythmusstube bisher noch nicht.

Für wen ist die Party gedacht?

Für alle! Solange die Musik im Mittelpunkt steht und alle friedlich sind, ist jeder willkommen. Mit der Zeit haben wir gemerkt, dass auch immer mehr ältere Leute kommen. Also ganz normale Menschen, die einfach Bock auf gute Musik haben. Jung und alt zusammen auf der Tanzfläche – genau das macht die Rhythmusstube aus.