
Fertigstellung der Fischtreppe an der Walslebener Mühle
Am 26. August 2025 konnte nun das Bauwerk unter Anwesenheit des Bauherren (Gewässerunter- haltungsverbandes Oberer Rhin/Temnitz), des Fördermittelgebers (ILB), des Landesamtes für Umwelt (LfU), der bauausführenden Firma (Universal-Bau Perleberg), dem Amt Temnitz und weiteren Projektpartner freigegeben werden.
Die Fischtreppe ist zwar ein Bauprojekt des Gewässerunterhaltungsverbandes Oberer Rhin/Temnitz, das bereits seit über 15 Jahren in der Planung war und am Ende mit Kosten von insgesamt etwas über 2,2 Mio. Euro wesentlich teurer wurde, als ursprünglich geplant, bedeutet neben dem Schutz der Temnitz und des Fischbestandes auch für Walsleben eine enorme Aufwertung des Areals rund um die leerstehende Mühle.

Herr Frese, Geschäftsführer beim Gewässerunterhaltungsverbandes Oberer Rhin/Temnitz, ist froh nun an diesen Punkt des Projektes angekommen zu sein, denn es hat ihm einiges abverlangt. „So ein Projekt umzusetzen, ist für eine so kleine Behörde mit dünner Personaldecke kaum zu bewältigen. Zu der Planung gesellten sich während der Durchführung immer wieder Probleme, wie die Entdeckung eines Bodendenkmals und die Beräumung und Entsorgung von belasteten Aushub, der nicht nur die Baumaßnahme am Ende verzögerte, sondern auch den finanziellen Rahmen sprengte.“
In dem Zusammenhang lobte Herr Frese die Unterstützung der ILB, die als Fördermittelgeber trotz der steigenden Kosten zu Ihrer Bewilligung stand und mit der zugesicherten 100 % Finanzierung das Projekt unter den Maßgaben des LfU bis zum Schluss trug.

„Mit Herrn Buchmann von der ILB hatten wir einen guten Ansprechpartner, mit dem die Zusammenarbeit sehr gut war und der uns bei der Durchführung trotz der vielen Rückschläge unterstützte.“, so Tobias Frese. Weiterhin dankte Herr Frese auch dem Unternehmen Universalbau aus Perleberg. „Herr Gatzke und sein Team haben hier trotz der vielen Unwägbarkeiten hervorragende Arbeit geleistet.“, so Herr Frese.
Neben Vertretern des Planungsteams, des Bauunternehmens Universal-Bau aus Perleberg und des LfUs, kamen der Bürgermeister der Gemeinde Walsleben, Matthias Kupper und der Amtsdirektor des Amtes Temnitz, Thomas Kresse ebenfalls zur feierlichen Einweihung.
Thomas Kresse, der zum kleinen Entenwettschwimmen, welches zur Feier des Tages gestartet wurde, selbst einige Enten beisteuerte, zeigte sich beeindruckt von dem entstandenen Bauwerk. „Das Bauwerk erinnert an eine Kulisse, die auch auf einer Landesgartenschau zu sehen sein könnte. Durch den schlängelnd angelegten Flusslauf mit der Fischtreppe und dem dazugehörigen Wasserrauschen, ist ein tolles Ensemble entstanden und lädt zum Verweilen ein“, schwärmt der Amtsdirektor. „Es wäre natürlich wünschenswert, wenn sich hier an diesem schönen Ort mit der Mühle etwas Touristisches entwickeln ließe und der Ort so mehr gewürdigt werde. Eine kleine Pension, ein kleiner Biergarten wäre großartig, zumal das Gebäudeensemble neben der Mühle, eine ehemalige soziale Einrichtung, zum Verkauf steht.“

Bürgermeister Matthias Kupper ist froh, dass in Walsleben nun ein Beitrag zum Umwelt- und Artenschutz in der Temnitz geleistet wird, aber auch, dass die lange in Kauf zu nehmende Umleitung bald nicht mehr nötig sein wird und die Brücke für den Verkehr geöffnet werden kann.
„Die Umleitung, die vor allem für die Landwirte bei der Feldbestellung und in der Erntezeit eine echte Belastung war, hat nun in absehbarer Zeit ein Ende. Die Umleitung war aber auch für die Einwohner in und um Walsleben eine Herausforderung. Es wird für viele daher eine Freude sein, den Weg wieder nutzen zu können und sich vielleicht zukünftig hier etwas aufzuhalten um dem Plätschern der Temnitz zu lauschen.“
Anmerkung:
Der Baustart zur Fischtreppe mit Brücke und Wiederherstellung des Damms begann am 18. November 2023 und dauerte ein Jahr und neun Monate.
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