
Durch die installierten Handykästen erleben die Schüler und Schülerinnen den Schultag ganz bewusst. I Foto: APS
Die Alexander-Puschkin-Schule in Neuruppin wird gerade handyfrei
In einer Zeit, in der das Smartphone zum ständigen Begleiter geworden ist, setzt die Oberschule Alexander-Puschkin-Schule in Neuruppin ein deutliches Zeichen.
Seit dem Schuljahr 2025/2026 hat die Schule den Schritt gewagt, handyfrei zu werden. Dafür legen die Schüler und Schülerinnen der siebten und achten Klasse ihre Handys morgens in Handykästen und erleben den Schultag ganz bewusst ohne das ständige Summen, Blinken und Ablenken. Erst nach Unterrichtsschluss werden die Geräte wieder ausgehändigt.
Was zunächst nach einem radikalen Schritt klingt, ist das Ergebnis eines durchdachten Projekts, das gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und der Schulkonferenz erarbeitet wurde. Dadurch soll den Jugendlichen ein Rückzugsort frei von permanenter Erreichbarkeit und digitalem Druck geschaffen werden.
„Wir merken, dass die Jugendlichen offener miteinander sprechen, aufmerksamer im Unterricht sind und die Pausen wieder zum echten Austausch nutzen“, sagt Jörg Sokolowski, der stellvertretende Schulleiter. Auch die meisten seiner Kollegen und Kolleginnen finden, dass seitdem eine andere Atmosphäre an der Schule herrscht.
Die Idee stieß auch außerhalb der Schule auf offene Ohren. Der Rotary-Club Neuruppin unterstützte die Schule großzügig bei der Umsetzung. Der Club finanzierte die ersten Handykästen, durch die die Umsetzung erst möglich wurde.
Der Rotary-Club Neuruppin finanzierte die ersten Handykästen. I Foto: APS
Das Projekt „Handyfreie Schule“ ist mehr als nur eine neue Regel in der Hausordnung. Es ist ein Schritt hin zu mehr Konzentration, Miteinander und echter Begegnung im Schulalltag.




