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Wehrführer Steffen Müller zeichnete 23 Feuerwehrangehörige mit der Medaille für treue Dienste für 10 Jahre bis hin zu 60 Jahren aus. Foto: Jean Dibbert/Stadt Wittstock

227 Einsätze der Feuerwehr: Wittstock bilanziert und zeichnet aus

25.02.2026
von Jean Dibbert

Die Stadt Wittstock blickt bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr auf 2024 zurück – doch bei der Verkündung von Zahlen und Statistiken blieb es nicht. Vielmehr stand das umfängliche Wirken der Einsatzkräfte im Mittelpunkt.

227 Einsätze, 65 Beförderungen, 23 Ehrungen – das sind die nüchternen Fakten der Freiwilligen Feuerwehr Wittstock für 2024. Diese Zahlen wurden bei der Jahreshauptversammlung am 20. Februar im Wittstocker Rathaus präsentiert. Doch bei der Verkündung von Zahlen und Statistiken blieb es nicht – vielmehr stand das umfängliche Wirken der Einsatzkräfte im Mittelpunkt.

Etwa 100 Feuerwehrangehörige aus allen Ortsteilen waren der Einladung zur Jahreshauptversammlung gefolgt. Neben dem Rückblick auf das Jahr 2024 standen auch Beförderungen und Ehrungen auf der Tagesordnung. In seinem Jahresrückblick bilanzierte Stadtwehrführer Steffen Müller zu Einsätzen, zur Personalentwicklung, zum Fortbildungsstand und zu weiteren aktuellen Themen.

Viele Einsätze auf der Autobahn 24

Insgesamt 227 Einsätze waren durch die Feuerwehreinheiten der Stadt Wittstock im Jahr 2024 zu bewältigen. In der Mehrzahl handelte es sich dabei um Hilfeleistungen, Brände machten etwa ein Drittel der Einsätze aus. Einsatzschwerpunkt bleiben dabei weiterhin die Autobahnabschnitte der A19 und A24, welche in Summe rund 88 Kilometer umfassen.

Bürgermeister Dr. Philipp Wacker zeichnete mehr als 60 Menschen aus, die sich in der Feuerwehr engagieren, und lobte ihren Einsatz. Foto: Jean Dibbert/Stadt Wittstock

Die Feuerwehreinheiten aus Wittstock und Rossow wurden insgesamt zu 57 Einsätzen auf die Autobahn gerufen. Steffen Müller betonte in seinen Ausführungen, dass die Einsätze auf der Autobahn eine zusätzliche Belastung und nicht zuletzt auch ein hohes Maß an Eigengefährdung für die Einsatzkräfte bedeuten.

„Auch Quereinsteiger sind bei uns herzlich willkommen.“

Hinsichtlich der Personalentwicklung ist festzustellen, dass in den letzten Jahren die Zahl der aktiven Einsatzkräfte relativ stabil ist. 241 Einsatzkräfte engagieren sich zurzeit ehrenamtlich in der Einsatzabteilung der 14 Feuerwehreinheiten in Wittstock und den Ortsteilen. 56 Mädchen und Jungen sind zudem in der Jugendfeuerwehr tätig. „Die Zahlen klingen erstmal positiv und damit stehen wir im Landkreis momentan auch ganz gut da, aber wir freuen uns natürlich immer über Zuwachs. Auch Quereinsteiger sind bei uns herzlich willkommen“, sagte Steffen Müller.

Ein weiterer zentraler Punkt der Rückschau war die Aus- und Fortbildung. So wurden im Vorjahr 73 Lehrgänge an der Kreis- und 20 Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule erfolgreich absolviert.

65 Kameradinnen und Kameraden befördert

Im Anschluss an den Jahresbericht wurden Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. 65 Kameradinnen und Kameraden wurden befördert. „Eine Beförderung in einen höheren Dienstgrad ist vorrangig das Ergebnis von Fortbildung und Qualifikation. Die 65 Beförderungen zeugen somit von einem sehr guten Qualifikationsstand unserer Feuerwehr, da kann man durchaus stolz sein“, lobte Wehrführer Steffen Müller. Außerdem wurden 23 Feuerwehrangehörige mit der Medaille für treue Dienste für 10 Jahre bis hin zu 60 Jahren ausgezeichnet.

Im Wittstocker Rathaus herrschte großer Andrang bei der Jahresbilanz der örtlichen Feuerwehr, die mit zahlreichen Ehrungen einherging. Foto: Jean Dibbert/Stadt Wittstock

Die Kameraden Bernd Bisanz (Zootzen), Eckhard Mill (Wulfersdorf) und Mathias Ertzgräber aus Wittstock wurden mit dem Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes des Landreises OPR ausgezeichnet, Norbert Anton aus Babitz erhielt die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes.

„Wir werden auch künftig dafür sorgen, dass wir eine einsatzstarke und gut ausgebildete und ausgerüstete Feuerwehr haben.“

In ihren Grußworten lobten auch Bürgermeister Dr. Philipp Wacker und Kreisbrandmeister Olaf Lehmann die Arbeit und das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrangehörigen. „Es ist beeindruckend, mit welcher Hingabe sich die Kameradinnen und Kameraden dieser wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit widmen. Deshalb wird die Stadtverwaltung auch künftig dafür sorgen, dass wir eine einsatzstarke und gut ausgebildete und ausgerüstete Feuerwehr haben“, betonte Wittstocks Bürgermeister Dr. Philipp Wacker.

„Seine Freizeit dafür einzusetzen um anderen aus einer Notsituation zu helfen ist ein Gut, dass gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Als Wehrführer danke ich allen Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr für diese Bereitschaft und für ihr unermüdliches Engagement“, sagte Steffen Müller abschließend.